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Womb Journey

Wie ich mich als Frau ohne Kinderwunsch mit meiner Gebärmutter versöhnte

Ich habe lange mit meiner eigenen Weiblichkeit gehadert. Was bedeutet es ‚fraulich‘ zu sein, abseits von Rundungen? Mir fehlten da Vorbilder. Denn die meisten sogenannten starken Frauen, die ich aus Film und Fernsehen kannte, kamen mir schlichtweg zickig vor. Frauen, die wie Männer sprachen, sich so gebärdeten und oft auch ähnlich aussahen. Es erschien mir nicht schlüssig, weshalb man sich als starke Frau zum Mann machen sollte. Lag unsere Stärke nicht in Emotionen statt physischer Kraft? Der Fähigkeit auszugleichen statt zu kämpfen? Menschen zu verbinden statt sie zu verletzen, oder gar zu töten? Soft Skills, wie sie Neudeutsch heißen?

Verletzlichkeit zuzulassen erfordert wahren Mut. Dabei muss ich an die Figur der Vanessa Ives aus der Serie Penny Dreadful denken. (Ein Meisterwerk. Wenn du sie noch nicht kennst, unbedingt streamen!) Diese Frau ist mein Role Model. Was hat das alles mit Womb Journey zu tun? Ich sage es dir: Vanessa Ives hat keine Kinder, aber sie ist die ‚Mutter‘ der gesamten Gruppe. An ihrem Beispiel spürte ich das erste Mal, dass Weiblichkeit mehr bedeutet als Reproduktion. Es ist das Behütende, Nährende, Tröstende in uns. Fruchtbarkeit im übertragenen Sinn. Vanessa Ives‘ Schöpfungskraft ruht in den tiefen Gefühlen, die sie Anderen schenkt – aber auch in ihnen weckt. Sie inspiriert. Ich dachte als jemand, der keine Kinder will, hätte eine Gebärmutter keinen Nutzen für mich. Dort begriff ich das erste Mal, dass Schaffenskraft ebenso wertvoll ist wie Biologie. Man ‚gebiert‘ Ideen. Und das half mir, mich mit meinem Körper (vor allem dem Unterleib) auszusöhnen. Er ist nun mein kreatives Zentrum, aus dem ich für meine Geschichten schöpfe. Meine Anbindung an den kosmischen Mutterschoß.

Ich wollte diese Erkenntnis ehren. Mit einem Ritual von Frauen für Frauen. Denn je mehr ich meine Gebärmutter annehmen konnte, desto mehr fühlte ich mich auch mit all jenen ‚vernabelt‘, die vor mir diesen Weg gegangen sind. Als Teil eines Kollektivs. Ich erfuhr vom 13. Munay-Ki Ritus des Mutterleibs und ließ mich von Soul Sister Claudia Rosenhahn einweihen. (Dankesbussi. 💗)
Wenn ihr auch mit eurem Frausein hadert, wenn ihr euch nicht im Archetypus der Mutterschaft wiederfindet, aber trotzdem in eure Körpermitte und zu eurer Schöpfungskraft kommen wollt, kann ich den Ritus des Mutterleibs nur wärmstens empfehlen. Der Ritus kann auch dabei helfen, wenn dir deine Gebärmutter entnommen wurde. Vergiss nicht, dass deine Gebärmutter nach wie vor energetisch da ist und du weibliche Weisheit und Kraft zurückgewinnst, indem du dich wiederverbindest. Ich biete den Ritus des Mutterleibs seit 07/2019 an.

Die Gebärmutter ist kein Platz für Angst und Schmerz; die Gebärmutter dient zum Kreieren und Gebären von Leben.